Grüne Startups für Recycling und Nachhaltigkeit aus Berlin

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Die Welt bewegt sich stetig weiter. Mit der wachsenden Weltbevölkerung steigt auch zunehmend der Bedarf an erneuerbaren Energien und Rohstoffen. Der sich immer stärker manifestierende Klimawandel erfordert eine Veränderung innerhalb des Konsumverhaltens der Bevölkerung, sodass ein herkömmlicher Lebensstil der Verschwendung und nicht nachhaltige Produkte durch ökologische Alternativen ersetzt werden können. Dieser Herausforderung haben sich zahlreiche Startups angenommen, um mit den innovativen und grünen Alternativen einen gesellschaftlichen, sowie ökonomischen Richtungswechsel auf den Markt zu bringen.

Grüne Startups erblühen besonders zu diesen Zeiten und können mittlerweile in fast jedem Land der Welt angetroffen werden. Deutschland und besonders Berlin kommen bei dem Thema Startups oftmals zuerst in den Sinn. Berlin ist nicht umsonst die führende Startup-Stadt, denn ganze 35 von den 50 erfolgreichsten Startups Deutschlands sind dort heimisch.

Die zentrale mitteleuropäische Lage Berlins ist besonders für Recyclingbetriebe attraktiv, da hier auf kurzen Wegen viel exportiert und importiert werden kann, sodass ein reger Austausch zwischen einzelnen Regionen möglich ist. Unternehmen, wie Vecoplan verkaufen den Startups industrielle Recyclinggeräte und stellen auch Vecoplan Ersatzteile zur Verfügung. Wenn keine Vecoplan Ersatzteile oder technischen Anlagen benötigt werden, können Startups bei Vecoplan und ähnlichen Firmen Recyclingmaterialen anfordern, um diese nicht selbst herstellen zu müssen. Berlin legt einen äußerst hohen Wert auf Recycling und Nachhaltigkeit.

In diesem Ratgeber werden Ihnen einige der bekanntesten und innovativsten grünen Startups aus der deutschen Hauptstadt vorgestellt.

Kaffeeform

Das Unternehmen Kaffeeform wird besonders von Studenten, sowie Großstädtern, die häufig Kaffee und andere To-Go-Getränke kaufen, geschätzt. Vor allem große Ketten, die auf Lebensmittel zum Mitnehmen setzen, kommen selten ohne Plastik- und Pappbecher oder Behälter aus Kunststoff aus. Aus diesem Grund hat sich Kaffeeform das Ziel gesetzt, vermeidbarem Plastikmüll ein Ende zu setzen und den Trend der Einmal-Verpackungen zu minimieren. Mit wiederverwendbaren Bechern ermöglicht das Geschäftsmodell von Kaffeeform, dass Kunden ihre eigenen Becher in Cafés oder an Automaten mehrfach auffüllen können. Um biologisch vollständig abbaubare Verpackungen herzustellen, nutzt Kaffeeform die gastronomischen und industriellen Rückstände von Kaffee. Der Kaffeesatz wird in eine harte und robuste Form gepresst, sodass die Becher, Deckel oder Untersetzer sehr lange erhalten bleiben.

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Too Good To Go

Too Good To Go ist einer der ersten deutschen kommerziellen Pioniere gegen Lebensmittelverschwendung. Nachhaltigkeit ist in der Gastronomie bis heute stark unterrepräsentiert, sodass viele Lebensmittel trotz gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum und guter Qualität im Abfall vernichtet werden. Oftmals sind die internen Regeln der Betriebe für massenhaft weggeworfene Lebensmittel zuständig und nicht der Gesetzgeber. To Good To Go nutzt dies für ein erfolgreiches und beliebtes Geschäftsmodell, bei dem alle Beteiligten viel Geld sparen können, sowie einen Beitrag für die Umwelt leisten. Über die Too Good To Go-App können Kunden nach Lebensmitteln suchen, die wenige Stunden bis einen Tag zuvor entsorgt werden müssen. Gegen eine kleine Bezahlung werden diese nicht weggeworfen, sondern für den Kunden im Restaurant reserviert. Kommt der Kunde im Restaurant an, muss er nur einen Code vorzeigen und erhält eine reichlich gefüllte Tüte mit übriggebliebenen Lebensmitteln. Die App ist ist im App Store sowie Google Play verfügbar

  • Kunden erhalten deutlich mehr genießbare Speisen für weniger Geld.
  • Too Good To Go erhält eine kleine Provision für die Vermittlung des Kunden an den Betrieb.
  • Der Betrieb verzeichnet geringere Entsorgungskosten und erhält zusätzlich einen Teilbetrag des Geldes.
  • Die vermeidbare Lebensmittelverschwendung wird reduziert.
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Stange

Stange ist aufgrund seiner langen Geschichte eigentlich kein Startup mehr, überzeugt aber bis heute mit einer innovativen und zuverlässigen Geschäftsidee, die mit anderen Grünen Startups durchaus konkurrieren kann. Das 1985 gegründete Unternehmen aus Berlin hat sich auf das Recycling von zahlreichen Materialien, wie Holz, Pappe, Metall, Kunststoffen und industriellen Verbundstoffen spezialisiert. Die Produktpalette, die aus diesen recycelten Stoffen entsteht, ist noch vielseitiger, so kann zwischen vielen Möbeln, wie Tischen, Stühlen, Kommoden und Betten gewählt werden. Möbel werden kompakt geliefert und können ohne Werkzeug oder andere bauliche Hilfsmittel zusammengestellt werden.

Für eine äußerst stabile Konstruktion der Produkte sucht Stange spezielle Arten von Materialien aus, sodass zum Beispiel nicht jede Art von Pappe für die Möbel verwendet wird. Die Stabilität der Möbel hat das Unternehmen schon einige Male erfolgreich für diverse Preisverleihungen qualifiziert, so kann das Klappbett von Stange bis zu 20 Personen halten. Der Stange Hocker hält einem Gewicht von bis zu 1000 Kilogramm stand. Wenn die Möbel das Ende ihrer Lebensdauer erreichen, können sie zu 100 % recycelt werden. Für Nachhaltigkeit ist somit gesorgt.

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Kiezbett

Grüne Startups haben nicht immer ein Monopol auf bestimmte Geschäftsfelder, so ist neben Stange ein weiteres Berliner Startup in der Möbelbranche vertreten. Wie der Name schon sagt, verkauft Kiezbett zahlreiche Betten in ganz Deutschland. Anders als bei Stange wird das Kiezbett aus Massivholz gefertigt und ist bei weitem nicht so kompakt wie das Pappbett. Umso kurioser ist daher die Tatsache, dass das Kiezbett zu 100 % nachhaltig ist und jedes produzierte Bett diverse weitere Vorteile für die Umwelt mit sich bringt.

  • Für jedes verkaufte Kiezbett werden zwischen vier bis zehn neue Bäume gepflanzt.
  • Jeder gefällte Baum stammt aus dem Berliner Umland.
  • Alle Schritte von der Materialbeschaffung bis zur Lieferung sind zertifiziert und umweltfreundlich.
  • Wenn ein Kiezbett in Berlin bestellt wird, kommt es nicht mit einem herkömmlichen Transporter beim Kunden an, sondern wird mit einem Lastenrad geliefert.

Kiezbett leistet zudem einen Beitrag im gesellschaftlichen Bereich, indem die für die Produktion notwendigen Bäume gemeinsam mit Schulklassen gepflanzt werden. Auf diese Weise möchte das Startup die Werte des Umweltschutzes vermitteln und den Respekt zur Natur lehren.

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Die Startup-Kultur ist in vollem Gange

Die oben genannten Startups sind nur ein Bruchteil der innovativen Ideen und neuartigen Geschäftsmodellen im Berliner Raum. Grüne Startups sind und werden weiterhin zunehmend erfolgreicher, was wiederum neue Investoren und Unternehmer anlockt. Die Vorteile dieser Entwicklung sind nicht zu übersehen. Die Wirtschaftsleistung der Hauptstadt steigt, das Angebot an nachhaltigen Produkten wächst und die Konsumenten haben die Wahl zwischen herkömmlichen Waren oder natürlichen Alternativen.

Auch Unternehmen, die die Startups mit Know-how und technischen Anlagen versorgen, leisten einen wichtigen Beitrag für eine Kultur der Nachhaltigkeit und des Recyclings. Beispielsweise eröffnen Vecoplan Ersatzteile den Startups die Möglichkeit, Maschinen reparieren zu können, statt diese austauschen zu müssen. Der freie Markt und eine vielseitige Auswahl an Zulieferern bietet zudem einen gesunden Wettbewerb zwischen Produzenten, Startups und Händlern. Preise können so umweltbewusster gestaltet werden und führen im optimalen Fall dazu, dass sich das profitabelste und gleichzeitig umweltbewussteste Startup innerhalb einer Branche durchsetzen kann.

Die Natur profitiert genauso und wird in ihrer Entwicklung weniger gestört als früher. Obwohl Berlin viele Jahre lang als eine der grünsten Städte galt, sind bis zu 90 % der Bäume in und um die Stadt krank. Es bestehen immer noch Probleme, denen sich immer mehr Menschen zuwenden und somit langsam aber sicher zu einer Verbesserung der Situation beitragen.

Grüne Startups für Recycling und Nachhaltigkeit sind eine fließende und profitable Entwicklung. Man braucht nur abzuwarten, welche Besonderheiten und Neuigkeiten in Zukunft auf uns zukommen werden. Eines steht jedoch fest: Es kommt noch viel auf uns zu.

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