Stadtteil Berlin Köpenick – Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Highlights

Allgemeine Informationen

Köpenick ist seit 1920 ein Ortsteil von Berlin und gehört zum Bezirk Treptow-Köpenick. Archäologen zufolge war die Region bereits während der Bronzezeit besiedelt. Die Gegend im Südosten der deutschen Hauptstadt wird durch viel Wald und Wasser geprägt und ist durch den „Hauptmann von Köpenick“ deutschland- und vielleicht sogar weltweit ein Begriff. Die idyllische Lage am Zusammenfluss von Spree und Dahme und die vielen attraktiven Gebäude machen den Stadtteil Berlin Köpenick nicht nur für seine rund 47.000 Bewohner, sondern auch für Ausflügler so reizvoll. Er ist mit einer Fläche von fast 35 km² der größte Ortsteil von Berlin.

Köpenick war in früherer Zeit selbständig und erhielt bereits im Mittelalter, genauer gesagt 1232, das Stadtrecht. Heute blickt man hier stolz auf eine über 800 Jahre alte Geschichte zurück. Die Eigenständigkeit über einen so langen Zeitraum hinweg ist sicherlich einer der Gründe für den pittoresken Altstadtkern mit historischen Häusern und engen Gassen. Seinerzeit gehörten sogar eigene Vororte zu Köpenick, das offiziell bis Anfang der 1930er Jahre noch „Cöpenick“ geschrieben wurde.

Sehenswürdigkeiten im Stadtteil Berlin Köpenick

Wenn Sie sich Köpenick einmal genauer ansehen möchten, können Sie den Stadtteil außer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Auto auch mit dem Dampfer erreichen. Im Berliner Urstromtal gelegen, ist Köpenick über die Spree mit der Innenstadt nämlich auch auf dem Wasserweg verbunden und auch der Müggelsee kann per Schiff erreicht werden. Wer am Anleger Köpenick / Luisenhain an Land geht, befindet sich gleich auf der gepflegten, renovierten Promenade mit den vielen Cafés und Restaurants. Hier können Sie auch an Bord eines Schiffes gehen, um an einer der zahlreichen Ausflugsfahrten über die Flüsse und Seen der Hauptstadt teilzunehmen. Es gibt ein breites Spektrum an verschiedenen Routen und unterschiedlich langen Touren. Viele Sehenswürdigkeiten Berlins können auf diese Art und Weise vom Wasser aus ganz bequem entdeckt werden.

Köpenicks Altstadt ist zum Bummeln und Flanieren wie geschaffen. Die kleinen Fachwerkhäuser beherbergen heute häufig geschmackvolle Läden. Beim Spaziergang trifft man immer wieder auf den „Hauptmann von Köpenick“. Ob als Namensgeber von Kneipen und Schulen oder in Form von Denkmälern, der Hochstapler, der sich als Hauptmann ausgab und hier im Jahr 1906 das Rathaus besetzte und die Stadtkasse raubte, ist allgegenwärtig. Direkt vor dem imposanten Rathaus befindet sich beispielsweise eine Bronzestatue dieses Schuhmachers namens Friedrich Wilhelm Voigt und im Inneren des Gebäudes können Sie seine Hauptmannsuniform und den Tresor, in welchem das Geld aufbewahrt wurde, betrachten. Mehrmals wöchentlich kommt hier, am Originalschauplatz des Geschehens, sogar das Musical „Der Hauptmann von Köpenick“ zur Aufführung. Das Rathaus von Köpenick ist natürlich eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Stadtteils. Es entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts und war mit seinem 54 m hohen Turm, dem prachtvollen Treppenaufgang und der eindrucksvollen Innenausstattung allgemein, ein absolutes Prestigeobjekt der Zeit, dessen Baukosten den vorab veranschlagten Preis bei weitem überstiegen. Das repräsentative Gebäude ist ein typisches Beispiel der märkischen Backsteingotik und steht unter Denkmalschutz. Auch die evangelische St. Laurentiuskirche, die im Jahr 1841 geweiht wurde, prägt die Silhouette der Köpenicker Altstadt. Der rechteckige Backsteinbau steht an einer Stelle, an der sich bereits im 13. Jahrhundert eine Basilika aus Feldsteinen befand.

Ein weiteres Highlight, das man während eines Besuches in Köpenick unbedingt gesehen haben muss, ist das Schloss, welches auf einer Insel in der Dahme steht, die über einen Wall mit dem Festland verbunden ist. Es wurde zwischen 1677 und 1690 für den Kurfürsten Friedrich III erbaut und erstrahlt bis heute unverändert in der Architektur des Holländischen Barock. Es beherbergt unzählige Gegenstände aus dem Schatz der Hohenzollern. Hierzu gehören neben Kunstwerken aus Renaissance, Barock und Rokoko auch beispielsweise Möbel und Wandteppiche. Als Teil der Staatlichen Museen zu Berlin sind insgesamt 21 Räume zugänglich. Etwas ganz Besonderes ist der Wappensaal im 2. Stock, wo die Schilde aller Länder und Freistädte, die zur damaligen Zeit zum Kurfürstentum gehörten, den mit fantastischen Stuckarbeiten dekorierten Raum schmücken.

Einer der Vororte Köpenicks aus der Zeit der Eigenständigkeit ist die Villenkolonie Wendenschloss. Trotz des irreführenden Namens existierte in der Gegend nie ein Schloss, sondern lediglich eine sehr beliebte Ausflugsgaststätte mit diesem Namen. Der Ort wird vom Langen See umschlossen und bietet Einheimischen und Besuchern sogar ein eigenes Strandbad.

Der älteste Teil Köpenicks ist der sogenannte Fischerkietz an der Dahme. Die Häuser, die teilweise bereits vor mehr als 200 Jahren hier erbaut wurden, sind meist einstöckig und zusammen mit den kopfsteingepflasterten Gassen erinnern sie tatsächlich auch heute noch an ein kleines Fischerdorf.

Wesentlich neueren Datums ist der „Mulecule Man“, eines der beliebtesten Fotomotive im Stadtteil Berlin Köpenick. Der Künstler Jonathan Borofsky errichtete die 30 m hohe Statue in der Nähe der Oberbaumbrücke in der Spree. Sie markiert nun die Grenze zwischen den beiden Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow-Köpenick.

Zu Köpenick zählt mit den fast 115 m hohen Müggelbergen auch die höchste Erhebung Berlins. Hierbei handelt es sich um ein äußerst beliebtes Ausflugsziel der Hauptstadtbewohner, denn die waldreiche Gegend am Müggelsee, die rund 7 km² umfasst, ist ein tolles Wandergebiet. Auf dem Gipfel des Kleinen Müggelberges befindet sich ein Aussichtsturm, der bei klarer Sicht einen weiten Rundblick zulässt.

Wenn Sie einen Aufenthalt in Köpenick planen und zwischendurch einen Einkaufsbummel unternehmen möchten, kann Ihnen das „Forum“ empfohlen werden. Es liegt nur wenige Schritte vom S-Bahnhof Köpenick entfernt und bietet rund 140 Geschäfte und Gastronomiebetriebe auf drei Etagen.

Interessante Museen im Stadtteil Berlin Köpenick

Geschichtsinteressierte Touristen und natürlich auch Berliner haben in Köpenick die Wahl zwischen mehreren Museen. Direkt am Alten Markt befindet sich das Heimatmuseum, welches in einem denkmalgeschützten Haus aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist. In der Dauerausstellung mit dem Titel „Köpenick – Von den Anfängen bis zur Gegenwart“ wird deutlich, dass Köpenick im Laufe der vergangenen Jahrhunderte sowohl ein äußerst beliebtes Ausflugsziel als auch ein wichtiger Industriestandort war. Zahlreiche Exponate des Museums stammen aus den Bereichen Fischerei und Textilgewerbe, da sich in Köpenick früher viele Wäschereibetriebe und ähnliche Firmen angesiedelt hatten.
Auch das Dokumentationszentrum zur Zwangsarbeit während der NS Zeit lohnt einen Besuch. Die Anlage besteht sowohl aus Innenräumen als auch einem Freiluftgelände und widmet sich der Aufklärung, Recherche und Bildung.

Im Schloss Köpenick wird ein Teil der Schätze des Berliner Kunstgewerbemuseums ausgestellt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Werken der Raumkunst, die äußerst sehenswert sind.

Veranstaltungen im Stadtteil Berlin Köpenick

In den engen Straßen und auf den schönen Plätzen der malerischen Altstadt von Köpenick finden regelmäßig die verschiedensten Events statt. Außer den normalen Wochenmärkten, auf denen Sie sich mit frischem Obst und Gemüse versorgen können, werden immer wieder Straßenfeste, Themenmärkte und Konzerte organisiert. Am besten, Sie informieren sich über diese vielbesuchten Veranstaltungen entweder im Internet oder bei der Touristeninformation. Ein ganz besonderes Highlight ist in jedem Jahr der Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz.

In Köpenick gibt es auch mehrere Theater. Im Stadttheater Cöpenick, im Schlossplatztheater oder in Zilles Stubentheater wird jeder Kulturbegeisterte mit Sicherheit ein Stück finden, das seinem Geschmack entspricht.

Wenn Sie Köpenick besuchen möchten, haben Sie außer mit dem eigenen PKW auch verschiedene Möglichkeiten, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln in diesen südöstlichen Stadtteil von Berlin zu fahren. Mit den S-Bahnstationen Köpenick und Wuhlheide sowie diversen Linienbussen oder dem Schiff besteht eine ausgezeichnete Anbindung an das Zentrum der Hauptstadt. Es lohnt sich auf alle Fälle auch für Touristen, einen Abstecher nach Köpenick zu unternehmen, da es eine Vielzahl von interessanten Sehenswürdigkeiten inmitten einer herrlich grünen Umgebung bietet. Auch wer gerne durch malerische Viertel bummelt, in kleinen Läden stöbert und in netten Lokalen einkehrt, kann hier eine schöne Zeit verbringen.

 

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