Stadtteil Berlin Treptow – Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Highlights

Durch die Verwaltungsreform 2001 wurde aus dem Stadtteil Berlin Treptow der Bezirk Treptow-Köpenick. Beide Stadtteile waren davor eigenständig. Durch die Zusammenlegung ist dieser Bezirk nun der größte in Berlin und zählte Ende 2020 knapp 300.000 Einwohner. Weiterhin ist er in 15 Ortsteile aufgegliedert und verfügt über große Wald- und Wasserflächen. Der größte See Berlins, der Müggelsee, ist hier zu finden. Der Stadtteil Berlin Treptow-Köpenick ist der südlichste und gleichzeitig auch der östlichste unserer Hauptstadt und gehörte bis zur Wiedervereinigung zu Ostberlin.
Sollten Sie dem Berliner Stadtteil Treptow-Köpenick einen Besuch abstatten wollen, so haben Sie eine gute Wahl getroffen, denn nirgendwo sonst in dieser großen Weltstadt können Sie diese Vielfalt an Freizeitbeschäftigungen genießen. Hier haben Sie die Möglichkeit, den Tag mit Ihrer Familie am Wasser oder in einem der großen Parkanlagen zu verbringen. Auch die wunderschöne Altstadt lädt zu einem Bummel ein. Hier können Sie an einer Stadtführung teilnehmen, um die interessantesten Orte zu entdecken. Vor allem aber können Sie durch die vielen, alten Industriebauten viel geschichtliches erfahren.
Lesen Sie weiter und Sie erfahren viel Wissenswertes über die Sehenswürdigkeiten, Gewässer und Parks, die es im Stadtteil Berlin Treptow zu bewundern gibt. Bitte informieren Sie sich aber vor Ihrer Anreise unbedingt über die bestehenden Hygiene- und Verhaltensregeln.

Grenzwachturm der Berliner Mauer

Im Norden des Stadtteils Berlin Treptow finden Sie in der Puschkinallee die Parkanlage „Schlesischer Busch“. In diesem Park steht einer von zwei original erhalten gebliebenen Wachtürme der Berliner Mauer. Über fünf Etagen ragt dieses Bauwerk in die Höhe und soll als Denkmal an die Teilung der Stadt Berlin erinnern. Hin und wieder finden hier Ausstellungen oder Veranstaltungen statt.

Treptower Park

Ebenfalls in der Puschkinallee ist der Treptower Park angelegt. Diese etwa 160 Hektar große Anlage wurde 1887 als erste betretbare Gartenanlage in Berlin fertiggestellt. In diesem Park, der übrigens der zweitgrößte in Berlin ist, befinden sich der Hafen von Treptow, das Sowjetische Ehrenmal, die Archenhold Sternwarte und das Gasthaus Zenner. Hier können Sie also mehrere Sehenswürdigkeiten auf einmal bewundern.

Hafen Treptow

Im Treptower Park befindet sich der Treptower Hafen, von dem aus Sie mit Ausflugsschiffen die Spree erkunden können. Hier finden außerdem verschiedene Veranstaltungen statt und es wird eine saisonale Gastronomie angeboten.

Archenhold-Sternwarte

Während der großen Berliner Gewerbeausstellung 1896 entstand diese Sternwarte und verfügt über das längste Linsenfernrohr der Welt. Viele Veranstaltungen finden hier statt und das besondere Highlight ist das Angebot, eine „Hochzeit unterm Sternenhimmel“ feiern zu können. Die Sternwarte finden Sie ebenfalls im Treptower Park.

Sowjetisches Ehrenmal Treptower Park

Dieses Ehrenmal gedenkt der gefallenen Sowjetsoldaten und wurde von 1946 bis 1948 errichtet. Etwa 5.000 Kriegsopfer haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Über dem Mausoleum thront eine 22 Meter hohe Bronze-Statue und macht diese Anlage zu einer der anspruchsvollsten Kriegs-Denkmäler in Deutschland. Das Ehrenmal finden Sie in der Puschkinallee.

Gasthaus Zenner

Dieses historische Ausflugsrestaurant ist auch im Treptower Park ansässig. Es liegt direkt am Ufer der Spree und wurde 1822 im Klassizismus-Stil errichtet. Sie können im Musikrestaurant „Eierschale“ eine Stärkung zu sich nehmen oder sich im Biergarten direkt am Wasser entspannen. Es finden immer wieder interessante Veranstaltungen statt.

Insel Berlin

Als der Treptower Park gestaltet wurde, ist diese künstliche Insel in der Spree entstanden. 1916 wurde sie mit einer Stahlbetonbrücke mit dem Festland verbunden. Sie gilt als die erste Brücke dieser Art in Deutschland. Im Brückengebäude ist die Kulturstätte „Insel Berlin“ zu finden und ganz in der Nähe liegt das Restaurantschiff „Klipper“. Mit einem Wasserflugzeug, welches ebenfalls hier stationiert ist, können Sie Rundflüge über die Stadt Berlin unternehmen.

Friedhof Baumschulenweg

In der Kiefholzstraße ist der größte Friedhof Berlins ansässig. Hier haben viele bekannte Persönlichkeiten ihre letzte Ruhestätte gefunden. Ebenso finden Sie hier das modernste Krematorium in Europa. Mit Anmeldung sind hier Führungen möglich.

Botanischer Garten Arboretum

Dieser Botanische Garten am Rande einer ehemals größten Baumschule der Welt gehört heute zur Humboldt-Universität. Von April bis Oktober ist dieser für Besucher geöffnet. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier eine Sammlung von 1.200 verschiedenen Gehölzen der ganzen Welt begonnen.

Museum Treptow

Das städtische Geschichtsmuseum befindet sich am Sterndamm in Berlin. Hier finden zum Teil aufregende und geschichtsträchtige Ausstellungen statt. Bei dem Gebäude handelt es sich um das ehemalige Rathaus Johannisthal und ist 1906 errichtet worden.

Doku-Zentrum NS-Zwangsarbeit

Auf diesem historischen Gelände wurde bis 1945 ein Zwangsarbeiterlager für etwa 2.000 Menschen errichtet. Während des Krieges waren hier vor allem italienische Militärinternierte, Zivilarbeiter aus allen Teilen Europas und weibliche KZ-Häftlinge untergebracht. Sie finden dieses letzte erhaltene NS-Zwangsarbeiterlager in der Britzer- und Köllnischen Straße. Es gab einmal über 3.000 solcher Lager in Berlin.

Ehemaliger Flugplatz Johannisthal

Hier starteten ab 1909 die ersten Motorflugzeuge von Deutschland und seit 1912 war hier die Versuchsanstalt für Luftfahrt ansässig. Heute können Sie hier einen großen Windkanal, einen Trudel-Turm und einen Motorenprüfstand aus der damaligen Zeit des Hitler-Deutschlands besichtigen. Das ehemalige Flugfeld ist zu einer knapp 70 Hektar großen Parkanlage geworden, in deren Mitte sich ein geschützter Naturpark befindet.

Gartenstadt Falkenberg

Der bekannte Architekt Bruno Taut ist verantwortlich für diese Wohnsiedlung. Zwischen 1914 und 1915 erbaute er diese ungewöhnliche Gartenstadt. Das bunte Erscheinungsbild brachte ihr den Namen „Tuschkastensiedlung“ ein. Es steht heute unter Denkmalschutz und ebenfalls auf der Liste des UNESCO-Welt-Kultur-Erbes.

Dorfkirche Bohnsdorf

Diese mittelalterliche Kirche aus dem 14. Jahrhundert wurde leider schon mehrfach zerstört. Sie gilt als ältestes Gotteshaus im Stadtteil Berlin Treptow und ist immer noch der Mittelpunkt des Ortsteils Bohnsdorf. 1757 wurde diese Kirche im barocken Stil neu aufgebaut und hat bis heute mehrere Veränderungen in Kauf nehmen müssen. Im Jahr 2007 wurde eine denkmalgerechte Restauration abgeschlossen.

Rathaus Köpenick

Dieses Gebäude wurde 1904 mit wunderschönen Ziergiebeln und einem 54 Meter hohem Turm fertiggestellt. Durch den Gaunerstreich des Schusters Wilhelm Voigt wurde dieses Rathaus landesweit bekannt. Dieser Schuster gab sich seinerzeit als „Hauptmann von Köpenick“ aus, verhaftete mit Hilfe von Soldaten den damaligen Bürgermeister und entwendete die Stadtkasse. Heute können Sie hier den historischen Kassenraum und das sehr schön erhalten gebliebene Treppenhaus besichtigen. Mit Anmeldung ist auch ein Zutritt zum Ratssaal möglich.

Barockschloss

In der Müggelheimer Straße finden Sie das einzige im Original erhalten gebliebene Barockschloss Berlins. Eine slavische Fluchtburg gab es hier etwa im Jahr 1000 und im späten 17. Jahrhundert wurde dann auf den Resten des vorherigen Renaissanceschlosses das Schloss Köpenick gebaut. Nach vielen Jahren der Restauration wurde 2004 das Schloss wieder eröffnet und beherbergt jetzt das „Museum der Europäischen Raumkunst“.

Schlossplatz

Dieser Platz war die Verbindung des barocken Schlosses Köpenick der Hohenzollern mit der Köpenicker Altstadt und diente als erster Marktplatz der damaligen Zeit. Jetzt wurde er denkmalgerecht saniert und für Besucher ist hier die Touristeninformation von Berlin Treptow ansässig.

Fischerkietz

Hier können Sie eine fast vollständig erhalten gebliebene Fischersiedlung bestaunen. Sie wurde 1355 das erste Mal in Urkunden erwähnt und gehörte damals zur Burg. Den Anwohnern wurde 1451 die „ewigen Fischereirechte“ anerkannt. 1898 wurde diese Siedlung nach Köpenick eingemeindet und wurde mit der Zeit restauriert.

Frauentog – Frauenzug

Zwischen dem Fischerkietz und der Schlossinsel liegt diese kleine Bucht. Da nach dem 30-jährigem Krieg eine große Hungersnot herrschte, blieb es nicht aus, dass auch die hier ansässigen Fischer über längere Zeit nichts fangen konnten. Eine der Fischersfrauen hatte einen bedeutsamen Traum und auf Grund dessen warfen die Köpenicker Frauen eines Nachts die Netze aus und hatten einen reichen Fang. Dadurch wurde dieser „Frauenzug“ – „Frauentog“ im ganzen Land bekannt.

Müggelturm

Dieses Bauwerk befindet sich auf dem kleinen Müggelberg. Dieser ragt 88 Meter in die Höhe und der Aussichtsturm darauf ist mit seinen fast 30 Metern Höhe ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Von hier aus können Sie einen herrlichen Blick über die großartige Seenlandschaft bis ins Zentrum von Berlin genießen. Allerdings müssen Sie zuvor die 126 Stufen des Turmes erklimmt haben. Der erste Müggelturm wurde 1889 errichtet und brannte leider im Jahr 1958 ab. Der jetzige Turm entstand 1961 und wurde langsam zu einer touristischen Attraktion.

Der Müggelsee

Der Müggelsee ist knapp fünf Kilometer lang und fast drei Kilometer breit. Er ist der größte See in ganz Berlin. Die Spree fließt hindurch und Sie können hier zahlreiche Wassersportarten ausüben. Die Müggelberge erheben sich südlich des Sees auf etwa 115 Metern Höhe.

Strandbad Müggelsee

Dieses befindet sich am Nordufer des Müggelsees und wurde 1912 errichtet. Bis 1932 entstand hier ein Freibad mit Terrassen, Grünanlagen und einem großen Strand. Mittlerweile sind auch eine Sauna, Restaurants und eine Fahrradausleihe ansässig.

Arena

In der Eichenstraße 4 finden Sie diese Konzert- und Kulturhalle. Es handelt sich um ein saniertes Industriedenkmal und ist eine der angesagtesten Locations in Berlin. Bis zu 7.500 Zuschauen finden hier Platz, wenn Konzerte, Theater, Ausstellungen oder andere Events stattfinden.

Badeschiff an der Arena

Ein wirklich besonderes Highlight, welches Sie unbedingt besuchen sollten, ist das Badeschiff. Es handelt sich hier um eine Strandbar und der große Pool liegt mitten in der Spree vor dem Gelände der Arena. Hierfür wurde ein Schubleichter mit einer Länge von 30 Metern zum Wasserbecken umgebaut. Kinder können Sandburgen bauen und es steht ein Kinderbecken zur Verfügung. Das Ufer ist mit Standsand aufgefüllt und Sie können von hier aus über einen Holzsteg zum Badeschiff gelangen. An der Bar gibt es leckere Cocktails und herzhafte Grillspezialitäten.

Eine reichhaltige Auswahl an Ausflugsmöglichkeiten steht Ihnen im Stadtteil Berlin Treptow und seinen dazugehörigen Bezirken zur Verfügung. Viel Spaß in unserer schönen Hauptstadt Berlin.

 

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