Welcher Gin kommt aus Berlin?

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Schon seit geraumer Zeit konsumieren Kenner hochwertiger Spirituosen die Destillate lokaler Manufakturen. Gin ist dabei keine Ausnahme. Im Gegenteil: Die Markenvielfalt ist schier unübersichtlich. Warum also sich nicht einmal auf Gins der Region beschränken? Viele Liebhaber kommen erstmalig bei einem Gin Tasting in Stuttgart, Köln oder auch Hamburg auf den Geschmack. Für alle Berliner stellt sich im Anschluss die Frage „Welcher Gin aus Berlin ist empfehlenswert?“. In diesem Beitrag stellen wir einige interessante Optionen vor.

Berliner Gin-Marken

Berliner sind stolz auf ihre lokalen Produkte. Beim Thema „Gin“ zeigt sich, dass Marken wie Brandstifter, Mampe, Freytag oder Spree Gin hohen Wert auf den Bezug zur Hauptstadt legen. Man muss kein Lokalpatriot sein, um diese Anstrengungen zu schätzen. Viele der folgenden Gins präsentieren sich zudem in formschönen Flaschen und Verpackungen. Wer ein Geschenk für einen waschechten Berliner sucht, kann nichts falsch machen. Trotzdem bestehen natürlich Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten, die teilweise recht groß ausfallen. Es ist also mehr als sinnvoll, sich die Zeit für einen genauen Blick auf die Top-Gin-Marken in Berlin zu werfen.

Berliner Brandstifter

Gegründet wurde die „Berliner Brandstifter GmbH“ erst im Jahre 2009. Inspiriert wurde das Projekt aber vom Urgroßvater des Gründers, der bereits in den 1930er-Jahren Schnaps brannte. Heute bietet Vincent Honrodt viele verschiedene Spirituosen an, die alle einen Bezug zu der Hauptstadt aufweisen. Einer der wertvollsten Brände ist jedoch der Dry Gin, welcher jedes Jahr in limitierter Auflage erhältlich ist. Wer Interesse zeigt, der muss sich beeilen, denn es werden nur je 9999 Flaschen produziert. Jede Flasche wird von Hand versiegelt und beschriftet. Diese Exklusivität hat seinen Preis – der aber auch gerechtfertigt ist. Denn: Die verwendeten Botanicals werden im Berliner Umland gepflückt, sortenrein mazeriert und schließlich destilliert. Erst im Anschluss werden die einzelnen Destillate mit hochwertigem Kornbrand vereint. Dadurch, dass der Gin 7-fach gefiltert wird, überzeugt er durch eine sehr hohe Reinheit und ist pur sowie im Gin Tonic.

Geschmacklich gesehen tritt bei diesem Gin die Wacholdernote in den Hintergrund. An dessen Stelle erscheinen florale Noten, welche an einen Sommertag in Berlin erinnern sollen. Wer möchte, der hat jedes Jahr die Chance, sich von der Qualität selber zu überzeugen. Alternativ lockt aber auch der Dry Gin der Berliner Brandstifter. Dieser ist noch strenger limitiert und wurde mindestens 6 Monate in Rotweinfässern gelagert. Das Ergebnis ist ein besonders fruchtiger und vollmundiger Gin, der trotz seines hohen Alkoholgehalts sehr mild schmeckt.

Mampe Berlin

Die Marke „Mampe“ gehört zu Berlin. Und das (mit Unterbrechungen) seit rund 190 Jahren. Da verwundert es nicht, dass die Manufaktur viele verschiedene Brände bereithält, die Schnapskenner zu begeistern versuchen. Auch im Bereich der Gins ist das Unternehmen gut aufgestellt. Ganz besonders ist das Angebot, sich einen Gin nach eigenen Vorstellungen herstellen zu lassen. Mittels eines Konfigurators kann man Alkoholinhalt und Geschmacksnoten wählen. Eine tolle Sache für Liebhaber des Wacholderschnapses – und solchen, die es werden wollen.

Wer sich nicht zu viele Gedanken machen möchte, der greift einfach zu einem der Gin-Klassiker aus dem Sortiment:

– Der „Mampe Gin“ ist ein günstiger Dry Gin, der sich perfekt zum Mischen köstlicher Cocktails eignet.
– Unter dem „Ku’Damm 15 Gin“ versteht Mampe ein „Nachbau“ des legendären Originals aus den 1920er-Jahren. Ein echter Klassiker.
– Kreuzberg 61 Gin: ein New Western Style Gin mit Botanicals aus Berlin und Umgebung. Ein echtes regionales Produkt mit interessanten Geschmacksnoten, die unter anderen von Gänseblümchen, Hagebutten und Johannisbeere herrühren.

Wer noch nicht genug hat, der kann auch den „Lager Gin“ probieren. Dieser wird in Eichenfässern gelagert. Der Toucan Gin hingegen überzeugt durch einen besonders fruchtigen Geschmack und wurde eigentlich für eine Hotelmarke produziert. Besonders interessant ist auch „Mampe NullNull“ – ein alkoholfreier Gin. Dieser wurde bereits zu Zeiten der Prohibition in die USA geliefert!

Spree Gin

Was verbirgt sich hinter dem „Spree Gin“? Zuerst einmal die Grote & Co. Spirits Manufaktur, die im Jahr 2010 in Berlin (Prenzlauer Berg) gegründet wurde. Anschließend aber auch jede Menge Leidenschaft für Bio! Als erster Bio Gin Berlins hat sich die Marke bereits eine Nische am Markt erschlossen. Zurecht? Fest steht, dass die angebotenen Sorten besonders interessante Geschmacksvariationen zu bieten haben.

  • SPREE GIN: der Klassiker. Lavendel, Süßholz und Wacholder trifft auf die Essenz von Demeter Spreewaldgurken. Klingt außergewöhnlich? Ist es auch.
  • RHUBARB MELON: Ein sommerlicher und preisgekrönter Gin mit Geschmacksnoten von Rhabarber und Melone. Auch hier darf der Geschmack von Spreewaldgurken nicht fehlen. Dieser bleibt jedoch stets im Hintergrund, keine Sorge!
  • BLOOD ORANGE: Wer sich in der kalten Jahreszeit einen Drink mixen möchte, der greift zu diesem Gin mit Blutorange und Zimt. Diese Sorte eignet sich bestens, um einen „Glühgin“ zu genießen.
  • SPREE ZERO: Auch Grote & Co. hat einen würzig-frischen und alkoholfreien Gin im Angebot.

Freytag Gin

Freytag beschreibt seinen CONCRETE JUNGLE GIN als „wild, frisch und intensiv“. Anstatt viele Botanicals zu verarbeiteten, beschränkt man sich auf 8 an der Zahl. Das verwendete Thai-Basilikum verleiht dem minimalistischen Dry Gin eine asiatische Note. Allgemein versucht Freytag aber nicht durch die Kräutervariation, sondern die Qualität zu überzeugen. Erfolgreich? Zumindest hat der Gin zahlreiche Preise gewonnen – unter anderem den „Grand Gold Award Frankfurt“ und die „Europe Wine & Spirits Trophy“ in Silber. Ein Gin aus Berlin mit internationaler Bedeutung also.

Was macht Gin so beliebt?

Früher hat man das „Getreide-Destillat mit Wacholdergeschmack“ in erster Linie mit der Queen in Verbindung gebracht. Die ehemalige britische Königin trank angeblich jeden Tag ein Glas des Schnapses. Mittlerweile ist Gin ein Modegetränk geworden. Neben Wacholder tragen die „Botanicals“ einen großen Teil zur teilweise hohen geschmacklichen Komplexität des Getränks bei.

Deshalb ist Gin auch so beliebt: Neben dem klassischen „London Dry Gin“ existieren viele verschiedene Sorten, die unterschiedlichste Geschmacksinteressen bedienen. Interessant zu erfahren, dass die Spirituose oft nicht pur genossen wird. Als Teil von Cocktails begeistert der Schnaps aber auch Gin-Muffel, die den Wacholderalkohol nicht unverdünnt genießen wollen. Neben dem bekannten „Gin Tonic“ ist auch der Martini, ein Gin-Cocktail. Bekannt geworden ist dieser in erster Linie durch James Bond. Wie Sie sehen, ist Gin mehr als nur ein Kräuterschnaps. Er ist eine Legende, die jedermann geschmacklich nachspüren kann.

Darüber hinaus werden den einzelnen Bestandteilen auch gesundheitsfördernde Effekte nachgesagt. So soll der enthaltene Wacholder und Koriander die Nierenfunktion anregen. Alkohol trinken, um sich zu entgiften? Vielleicht ist dies keine gute Idee. Fakt ist aber, dass Gin besonders rein ist und man daher selten einen heftigen Kater bekommt, wenn man mal über das Ziel hinausschießt.

Fazit

Wer sich mit Gin auskennt, der liebt die Geschmacksvielfalt. Deshalb existiert auch kein typischer Gin aus Berlin. Vielmehr buhlen viele verschiedene Brennereien um die Gunst der Kunden. Jede Manufaktur setzt dabei unterschiedliche Schwerpunkte in Bezug auf Geschmack und regionalen Bezug. Genuss hat viele Facetten.

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